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MIETWAGENRUNDREISE YUCATÁN

Fasziniert von der Welt der Maya war es nur eine Frage der Zeit bis zur einer Tour nach Yucatán. Mitte November 2008 war es dann soweit. Knapp drei Wochen dauerte die Reise über die Halbinsel YUCATÁN und durch den Bundesstaat CHIAPAS. Zum mexikanischen Teil der Halbinsel gehören die drei Bundesstaaten Yucatán, Campeche und Quintana Roo mit den unzähligen Maya-Stätten. Der Bundesstaat Chiapas liegt im Südosten Mexikos und auch hier befinden sich bedeutende Maya-Ruinenstätten, wie z.B. Palenque. In der fast drei Wöchigen Rundfahrt legten wir mit dem Mietwagen, einem Renault Mégane über 3.000km zurück.
Die Reise wurde über die Online-Reiseagentur erlebe-fernreisen GmbH gebucht. Nach der Auswahl der verschiedenen Bausteine auf
ihrer online-Seite Erlebe Mexiko Reisen – Spezialist für individuelle Bausteine Reisen und vorgeplante Rundreisen, wurden diese zu einer Rundreise zusammengestellt und sowohl die Unterkünfte, als auch der Mietwagen bei Europcar durch die Mitarbeiterin der Agentur im Voraus gebucht. Dies war nun schon die zweite Reise mit der erlebe-fernreisen GmbH und wie schon im Jahr 2007 gab es keine Probleme. Vor Ort war die Agentur Solana Tours der Ansprechpartner. Die Anreise erfolgte individuell von Berlin über Madrid - Miami nach Cancun mit der Fluggesellschaft American Airlines. Den Hin-und Rückflug hatten wir rechtzeitig über das Internet direkt bei der Fluggesellschaft gebucht.
Das ehemalige Fischerdorf PLAYA DEL CARMEN war der ideale Startpunkt der Rundreise. Dieser mexikanische Karibikort an der sogenannten Riviera Maya hat sich heute zu einem respektablen Ferienzentrum entwickelt. Sehenswertes gibt es in Playa del Carmen kaum zu sehen, vielleicht die “Fifth Avenue“ mit den zahlreichen Geschäften, Bars und Restaurants mit Livemusik.
Playa del Carmen Impressionen
Einen ganzen Tag hatten wir Zeit um uns umzuschauen und am Strand zu spazieren bzw. in der Karibik zu baden. Etwas ungewöhnlich war der schon geschmückte Weihnachtsbaum auf der Plaza vor dem Rathaus. Bei sommerlichen Temperaturen selbst für uns das erste Mal einen solchen Anblick zu genießen. Am darauffolgenden Tag holten wir um 09.00 Uhr bei Europcar den Mietwagen ab. Sowohl die Anmietung als auch die spätere Abgabe des Renault Mégane verlief ohne Probleme. Auch das fahren in Yucatán und Chiapas war überraschend angenehm und gar nicht chaotisch.

Playa del Carmen - Valladolid - Chichén Itzá / Entfernung: 213km
Die Fahrt führte über die mehrspurige gut ausgebaute Küstenstrasse Mex 307 bis nach Tulum und dann weiter Richtung Cobá und VALLADOLID. Die alte Kolonialstadt Valladolid war dann auch das Ziel des ersten Teilstückes. Hier im 1543 gegründet Ort machten wir Rast und schauten uns die Iglesia de San Bernardino de Siena an. Diese Kirche und das dazu gehörige Franziskanerkloster entstanden bereits 1552 und gelten somit als die ältesten christlichen Gotteshäuser in Yucatán. Für einen Dollar, dem wir einen Geistlichen in die Hand drückten öffnete sich die schwerfällige Klostertür um so einen Blick hinter die Mauer zu bekommen. An der Plaza Principal, dem Hauptplatz mit Blick zur 1706 erbauten Kathedrale San Gervasio nahmen wir dann in einem der Restaurants Platz und stärkten uns mit einem typischen mexikanischen Gericht.
Im Anschluss besichtigten wir die etwas außerhalb sich befinde Cenote Dzitnup. Die Grotte zählt zu den schönsten der Halbinsel Yucatán. Sonnenstrahlen die durch ein kleines Loch in der Decke fallen und das kristallklare Wasser verzaubern die Cenote in eine Märchengrotte.
Es war nur noch kurzes Stück bis nach Chichén Itzá und der Hacienda Chichén Itzá. Die ehemalige Hacienda, dient uns als Unterkunft. Am Abend sind wir dann noch zur Ton- und Lichtershow in der berühmtesten archäologischen Stätte Yucatáns gegangen. Die vollständige Besichtigung erfolgte am nächsten Tag und dafür ließen wir uns 4 Stunden Zeit.
Chichen Itza Impressionen
Die archäologischen Stätte CHICHÉN ITZÁ wird in drei Ruinen-Zonen unterschieden: die Zona Norte mit der berühmten Kukulkán-Pyramide. Die monumentalen Bauten der Zona Norte sind im Maya-Tolteken-Stil erbaut und stammen aus der nachklassischen Periode, dem 9. Jahrhundert.
Ein Mayavolk aus der Zeit der Klassik gründete 435 n. Chr. eine Siedlung, das Alte Chichén, auf dem Gebiet der Zona Sur. Diese Zone konnten wir nicht besichtigen. Eine weitere Zone ist die Zona Central mit dem Priestergrab und dem Nonnenkloster. Die Bauten in dieser Zone sind meistens im rein mayanischen Stil errichtet und stammen aus dem 7./8. Jahrhundert.
Chichén Itzá - Zona Norte
Den Mittelpunkt bildet die Kukulkán-Pyramide, welche dem Urgott (Kukulkán) aller Naturstämme in Mesoamerika gewidmet ist. Der Begriff Mesoamerika bezeichnet ein Siedlungsgebiet in Mittelamerika, dessen Kultur sich durch mehrere gemeinsame Merkmale auszeichnete. Bewacht wird die 24m Hohe und 55,5m Breite Pyramide von zwei Schlangenköpfen an der Nordtreppe. Die Maya begannen mit ihrem Bau im 8. Jahrhundert. Weitere sehenswerte Bauten sind der Kriegertempel, der Ballspielplatz mit den angrenzenden Tempel des Jaguars und dem Tempel des Bärtigen Mannes, sowie die Plattform der Adler und Jaguare. An deren Wänden befinden sich Reliefplatten mit Symbolen von Kriegern, Adler und Jaguaren, die Menschenherzen verschlingen.
Chichén Itzá - Zona Central
Die wichtigsten Bauwerke in dieser Zone sind das Observatorium, das Nonnenkloster und das Priestergrab. Das Priestergrab ist ein verkleinerter Nachbau der Kukulkán-Pyramide. Das Observatorium oder auch Schnecke benannt ist einer der wenigen Rundbauten in der Welt der Maya. Der Name "Schnecke" leitet sich von der im Innern befindenden Wendeltreppe ab. Eindrucksvoll ist der Östliche Anbau an das Nonnenkloster, wo der schönste Fries in Chichén Itzá zu bewundern ist.

Chichén Itzá - Izamal / Entfernung: 73km
Da Izamal nicht weit von der Ruinenstätte Chichén Itzá entfernt lag, blieb genügend Zeit für eine ausgiebige Besichtigungstour. Leider ist die Benutzung von Stativen untersagt. Nicht nur hier, sondern auch in den anderen Ruinenstätten.
Gegen 13.00Uhr setzten wir die Fahrt fort und fuhren nach IZAMAL, eine der ältesten Städte Yucatáns. Hier erwartete uns um 16.00 Uhr eine Stadtrundfahrt in einem Ponywagen. Man sollte diese Fahrt aber nicht mit den Kutschfahrten aus unseren Städten vergleichen. Uns hat es jedenfalls Spass gemacht und war eine gelungene Abwechslung. Die Fahrt führte durch Straßen und Gassen entlang der in gelb gehaltenen Häusern und endete an der Convento de San Antonio de Padua. Nach der fast 90minütigen Fahrt blieb noch genügend Zeit für einen Spaziergang durch das Centrum, ehe es später zurück ins Hotel Macanché ging.
Auf Grund der in gelb gehaltenen Häusern, wird Izamal auch als die Gelbe Stadt benannt. Noch gilt der kleine Ort als, wir schreiben mal, untouristisch. Aber mittlerweile gehört Izamal zu einem geförderten Tourismusprojekt und wird sich so in Zukunft mit Sicherheit verändern. So wurden bei unserem Besuch einige Häuser im Centrum restauriert.
Vor hunderten von Jahren war die Stadt ein Wallfahrtsort und ein bedeutendes religiöses Zentrum. Die heutige Hauptattraktion ist neben den in gelb getünchten Häusern der Convento de San Antonio de Padua. Diese Franziskanerkirche wurde um 1562 durch die Spanier auf der "Popol Chac-Pyramide" errichtet. Früher gab es einige Pyramiden hier, aber heute existieren nur noch drei von ihnen. Die größte und bedeutendste ist die Kinich-Pyramide, die dem Sonnengott geweiht war.

Izamal - Uxmal - Campeche / Entfernung: 398km
Mit etwas Verspätung fuhren wir in Izamal los, da ein Strassenumzug stattfand. Kurze Zeit später in einem Nachbarort bremste uns ein weiterer Strassenumzug aus. Hier stellte wir unser Auto ab und schauten den Feierlichkeiten bis zur Freigabe der Strasse zu.
Es sollte wohl nicht unser Tag werden, denn kurz vor Mérida, der Hauptstadt des Bundesstaates Yucatán bogen auf eine verkehrte Bundesstrasse ab. Anstatt auf der Mex 180 sind wir auf den Fernstrasse 18 gelandet. Dies war ein fast parallel verlaufener Weg und erwies sich zuerst gar nicht so schlimm. Auf dem Weg nach Campeche wollten wir in der Ruinenstätte Uxmal einen Stopp machen. Diese Idee entsprang kurzfristig aus einer Laune heraus und die Zeit wurde immer knapper. Eine Landstrasse sollte uns von der Mex 18 zur Mex 251 bringen. Uxmal liegt an der Mex 251. Normalerweise eigentlich kein Problem, aber mit unseren englischen Kenntnissen sind wir in den Dörfern leider nicht weitergekommen. Im Ort Ticul fanden wir Hilfe und den richtigen Weg nach Uxmal. Mit über einer Stunde Verspätung erreichten wir dann die Ruinenstätte.
Uxmal Impressionen
Zum Glück blieb doch noch genügend Zeit für einen Rundgang zu den wichtigsten Bauten. Durch die Ankunft am Nachmittag war der größere Besucheransturm vorbei. Neben Chichén Itzá und Tulúm zählt UXMAL zu den am häufigsten besuchten Mayastätte Yucatáns. Die Blütenzeit als politisches, wirtschaftliches und religiöses Zentrum erlebte des Stadtstaat zwischen 800 und 1000 n. Chr., in der nachklassischen Periode.
Alle größeren Bauten entstanden überwiegend im Puuc-Stil zwischen dem 7. und 10. Jahrhundert. Da sich Uxmal und andere die Ruinenstätte in dieser Gegend in einem Gebiet aus mehreren Hügeln befindet, ist diese Region als Puuc-Route bekannt. Der Name Puuc bedeutet in der Mayasprache Hügelland.
Der Name Uxmal bedeutet dreimal erbaut und bezieht sich auf die drei unterschiedlichen Bauphasen. Gleich hinter dem Eingang gelangt man zur 35m hohen Wahrsagerpyramide. Sie steht im Mittelpunkt der bekanntesten Mythologie in der Welt der Maya. Einzigartig in der Architektur der Mayas ist die in elyptischer Form (eiförmig) errichtete Grundmauer, die ein Ergebnis verschiedener und aufeinanderfolgender Bauperioden ist.
Beim Betreten des Nonnenvierecks scheint man eine Reise durch die Blütezeit Uxmals anzutreten. Der Komplex wird umgrenzt von vier voneinander unterschiedlich aussehenden Gebäuden. Das Nordgebäude ist das höchste von allen und steht auf einer Terrasse. Die Fassade ist mit Chaac-Masken (Gott des Regens, des Donners, der Fruchtbarkeit und der Landwirtschaft) verziert. Am Ostgebäude sind im Hochrelief Trapezen angeordnet, welche die gesamte Front verzieren. Sehenswert sind auch die Details am Südgebäude, sowie am Westgebäude.
Ein weiterer beeindruckender Bau ist der Gouverneurspalast mit seiner einzigartigen und symmetrischen Bauweise. Er zählt zu den schönsten Bauten aus der Zeit vor der spanischen Eroberung. Gegenüber dem Gouverneurspalast steht auf einer Plattform der Zweiköpfige Jaguar. Diese Wildkatze wurde schon seit den Anfängen der Kultur Mesoamerikas zum Objekt der Anbetung und in verschiedenen Abbildungen immer wieder dargestellt. Ebenfalls am Palast steht das Schildkrötenhaus, welches zu Ehren eines guten und geliebten Gottes, der vermutlich mit Wasser in Verbindung stand, errichtet wurde.
Von Uxmal waren es dann noch einmal ca. 200km bis nach CAMPECHE, wo im Hotel América ein Zimmer reserviert war. Durch den Zwischenstopp in Uxmal blieb nur wenig Zeit für die Schönheiten der Stadt. Campeche liegt nicht nur am Golf von Mexiko und ist Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaates, sondern gehört wegen der historischen Stadtmauer und den dazugehörigen Bastionen auch seit 1999 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Früher war die Stadt völlig von einer Stadtmauer umgeben um sich vor Piraten zu schützen. Ein Teil dieser Stadtmauer und die ehemaligen Bastionen sind als historische Denkmäler erhalten und restauriert. In einigen Bastionen sind Museen bzw. Ausstellungen untergebracht.
Campeche Impressionen
Eines der ehemals vier Stadttore ist das Puerta del Mar (Tor zum Meer). Auf der Mauerkrone des Tores sind eine Glocke und eine Nachbildung einer Schiffs-Takelage zu sehen. Weiter in Richtung Südwest gelangt man zur Baluarte de San Carlos, ein mit Kanonen bestückte Bastion und mit einem kleinen Museum. Am Landtor, dem Puerta de Tierra findet meistens an den Wochenendabenden eine Ton- und Lichtershow mit Tanz und Musik statt.
Die Altstadt, Viejo Campeche ist ein in sich geschlossenes Gebiet innerhalb der Stadtmauer. Die meisten Häuser wurden bzw. werden restauriert. In mitten der Altstadt befindet sich die Kathedrale La Concepción an der Plaza Principal. Der Grundstein zur Kathedrale wurde schon kurz nach der spanischen Eroberung gelegt. Die Fertigstellung der Kirche verzögerte sich aber bis in 19. Jahrhundert.
weiter ging die Reise nach: VILLAHERMOSA, SAN CRISTÓBAL DE LAS CASAS und den INDÍGENA-DÖRFER, sowie PALENQUE
     
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