MIETWAGENRUNDREISE INS HOCHLAND VON CHIAPAS
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Villahermosa - San Cristóbal de las Casa / Entfernung: 331km
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Obwohl VILLAHERMOSA nur ein Zwischenstopp auf dem Weg in das Hochland von Chiapas war, lohnte sich dieser Aufenthalt. Die mittlerweile über 1 Millionen Einwohner zählende Metropole war viele Jahrhunderte lang ohne nennenswerte Bedeutung und gelangte durch Ölfunde in 70er und 80er Jahren zu Reichtum und somit auch zur Bedeutung.
Unsere Aufmerksamkeit galt dem Parque-Museo de La Venta mit seinen archäologischen Funde aus La Venta.
La Venta ist eine archäologische Fundstätte und war ein Zeremonialzentrum der Olmeken-Hochkultur.
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Schon gegen 08:00Uhr befanden wir uns am Eingang um die zahlreichen Fundstücke, wie die 3000 Jahre alten Altare und kolossalen Olmekenköpfe anzusehen.
Der Parque de La Venta ist ein archäologisches Freilichtmuseum inmitten einer üppig grünen, tropischen Landschaft und
ist verbunden mit dem örtlichen Zoo in dem unter anderem Papageien, Tukane, Krokodile und Affen beherbergt werden.
Die Olmekenkultur erlebte die Blütezeit um 1200-400 v. Chr. und gilt als eine der ältesten Zivilisation (Mutterkultur) Mesoamerikas. Der Begriff Mesoamerika bezeichnet ein Siedlungsgebiet in Mittelamerika,
dessen Kultur sich durch mehrere gemeinsame Merkmale auszeichnete. Die Zentren der Olmeken lagen an der südlichen Golfküste in den heutigen Bundesstaaten Tabasco und Veracruz.
Die kolossalen Steinköpfe mit einer Größe bis zu 3,40m stellen vermutlich Herrscher dar.
Aber es können auch Abbilder von Gottheiten oder Priestern sein. Hier sind sich die Archäologen noch nicht sicher und es werden immer wieder durch neue Funde neue Erkenntnisse gewonnen.
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Mit einem Umweg über die Mex 180, der Mex 187 und Mex 190 gelangten wir nach SAN CRISTÓBAL DE LAS CASAS, dem kolonialem Herz des Berglandes Chiapas. Untergekommen sind wir
mitten im Zentrum der etwa 140.000 Einwohner zählenden Stadt, im Hotel Jardines del Cerrillo. Als wir in San Cristóbal de las Casas eintrafen wurde wir von der Kälte etwas überrascht.
Waren in Villahermosa noch deutlich über 20 Grad, so waren die Temperaturen hier nur noch um die 10 Grad.
San Cristóbal de las Casas liegt auf einer Höhe von 2.100m und wurde 1528 als Chiapa de Españoles gegründet.
Berühmt ist die Stadt für ihre Kolonialarchitektur und wegen der hier im Bergland lebenden Maya-Volksgruppen auch eines der wichtigsten touristischen Ziele in Chiapas.
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Die nächsten zwei Tage verbrachten wir hier im Hochland von Chiapas, ein Bundesstaat wo sich viele indigene Gruppen ihren traditionellen Lebensstil bewahrten.
In der Umgebung von San Cristóbal de las Casas befinden sich einige Indígena-Dörfer, zwei von ihnen besuchten wir während eines Tagesausfluges.
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Zurück erst einmal nach San Cristóbal:
Rund um den Hauptplatz, dem Zócalo schlägt das Herz der Stadt. Hier und in den angrenzenden Strassen befinden sich zahlreiche Restaurants und Geschäfte. Der Platz ist auch
Treffpunkt für die organisierten Fahrten zu den Mayadörfern in der Umgebung. Sehenswert ist natürlich die Kathedrale, deren Grundstein die Spanier bereits am Tage der Stadtgründung legten.
Vor allem durch die Farben Gelb, Rot, Weiß und Schwarz ist die Kathedrale ein Hingucker.
Etwas abseits der Plaza befindet sich die Iglesia del Convento Santo Domingo. Dessen Fassade zieren Barockelement und gedrehte Säulen.
Bei unseren Besuch befand sich hier ein Markt, ob dieser täglich oder nur an bestimmte Tagen stattfindet können wir nicht sagen bzw. schreiben.
Einen herrlichen Ausblick hat man von Kirchen wie die Cerro de Guadalupe und Iglesia de San Cristóbal.
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Wie schon erwähnt befinden sich in der Umgebung von San Cristóbal de las Casas einige Indígena-Dörfer in denen überwiegend die Maya-Volksgruppen der Tzotzil und Tzeltal leben.
Diese Volksgruppen haben sich ihre alten Traditionen erhalten und man muss beim Besuch auf die verschiedenen Bräuche und Riten Rücksicht nehmen.
Es empfiehlt sich am besten ein organisierter Ausflug mit einem einheimischen Reiseleiter. Man sollte eigentlich nicht alleine in diese Dörfer fahren, wegen den verschiedenen Bräuche und Riten.
Es kommt daher auch immer wieder zu Missverständen zwischen den Einheimischen und den Touristen. So z.B. beim Fotografieren, besonders in San Juan Chamula.
Immer wieder ließt man in Reiseführern und privaten Reiseberichten von Auseinandersetzungen bzw. Problemen beim fotografieren der Kirche, des Markplatzes usw.
Es gibt halt gewisse Regeln, so darf eben nicht fotografiert werden, wenn sich die Dorfältesten am Marktplatz aufhalten.
Die Ältesten verlassen gegen die Mittagszeit den Markplatz und dann kann auch problemlos die Kamera herausgeholt werden.
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| Zuerst besuchten wir ZINACANTÁN, einem Dorf in dem Tzotzilindianer leben.
Sonntags ist in beiden Dörfer Markt und besonders hier Zinacantán ist der Markt durch die angebotenen farbenfrohen Webereien besonders interessant.
Für diese Webereien sind die Bewohner auch bekannt und bieten diese daher ebenfalls im 10km entfernten San Cristóbal de las Casas an.
Auch sind die Menschen hier etwas aufgeschlossener und das fotografieren ist nicht so stark eingegrenzt.
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| Äußeres Unterscheidungsmerkmal zwischen den einzelnen Dörfern sind ihre Trachten. Zur traditionellen Kleidung in Zinacantán gehören bei den Männern rot-weiß gestreifte Ponchos und flache runde Hüte aus Palmenfasern mit bunten Streifen. Die Frauen tragen Stolen aus Purpurfarbe, eigentlich eher ein bläuliches Violett. |
| Ein weiteres Indígena-Dorf ist SAN JUAN CHAMULA, welches das religiöse Zentrum für die dort im Umland lebenden Tzotziles ist.
Nach der Ankunft im Dorf mussten wir noch einen kurzen Augenblick warten bis die Kameras herausgeholt werden durften.
Die Dorfältesten hielten sich noch am Marktplatz auf, verließen diesen aber kurze Zeit später.
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| Im Innern der Kirche ist das fotografieren absolut verboten und beim Rundgang sollte man nicht stehenbleiben um den spirituellen Zeremonien zuzusehen. Auch das könnte zu Problemen führen.
Der Besuch der Kirche war schon etwas außergewöhnlich bzw. besonderes. Obwohl von außen der Eindruck einer einfachen spanischen Kolonialkirche erweckt wird, ist im Innern alles anders.
Vergebens suchten wir nach einer Orgel, einer Kanzel oder Beichtstühle. Stattdessen brennende Kerzen auf den mit Piniennadeln bestreuten Boden, wo einige Schamanen Zeremonien abhielten und sogar ein Huhn als Opfergabe benutzt wurde.
Ein weiteres schon totes Huhn lag unter einer der Schutzheiligen, die entlang der Seitenwände aufgestellt sind und vor denen die Idígena ihre Gebete sprechen.
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| Den Abschluss bildete der Besuch bei einem der Dorfältesten.
Wie auch in den anderen Indigena-Dörfern wird San Juan Chamula von einem Ältestenrat aus politischen und religiösen Würdenträgern geführt.
Dieser Ältestenrat wählt den Alcalde, den Bürgermeister. Nachmittags waren wir dann wieder zurück in San Cristóbal de las Casas. |
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San Cristóbal de las Casa - Wasserfall Agua Azul - Palenque / Entfernung: 225km
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Auf der Mex 199 ging es von San Cristobal nach Palenque. Die Bundesstrasse schlängelt sich vom Hochland immer tiefer in den tropischen Regenwald, vorbei an Archäologischen Stätten und Wasserfällen.
Auf der Fahrt blieb Zeit für den Besuch der Cascada Agua Azul.
Agua Azul bedeutet übersetzt "Blaues Wasser" und dieser in mitten tropischer Vegetation liegende Wasserfall befindet sich ca. 60km von Palenque entfernt.
In breiten Kaskaden stürzt der Rio Yax über zahlreiche Felstreppen hinab und an einige ausgeschilderte Stelle kann sogar ein Bad genommen werden.
Von der Mex 199 führt ein Abzweig zum Wasserfall, auf der wir an zwei Strassensperren eine Benutzungsgebühr an die hier lebenden Gemeinden bezahlen musste.
Des Weiteren spannten Kinder ein kleines Seil über diese Strasse und boten Obst an. Dies ist meist ein weiterer Versuch von den Einheimischen, etwas Extrageld zu erwerben.
Wir boten den Kindern unsere Süssigkeiten an, die für extra für solche Fälle gekauft hatten.
Solche Blockaden können in Chiapas öfters vorkommen.
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Am Nachmittag erreichten wir unsere Unterkunft, die Villas Kin-Ha in Santo Domingo de Palenque. Die Unterkunft befand sich an der Strasse zu den Ruinen von Palenque.
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Einen ganzen Tag hatten wir für die Besichtigung der RUINENSTÄTTE PALENQUE und dem sich in der näheren Umgebung befindenden Misol-Há (Wasserfall) eingeplant.
Palenque war eine bedeutende Stadt der Maya und ein enger Verbündeter Tikals (Guatemala) in den ab ca. 550 n. Chr. beginnenden Kriegen zwischen den beiden mächtigen Städten Tikal und Calakmul.
Eingebettet in der Wildnis verlieh die seit 1987 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörenden Ruinen etwas Magisches.
Auszeichnen tut sich die Archäologische Stätte durch Skulpturen (teilweise im Museum zu sehen) der Maya-Kultur aus der spätklassischen
Epoche zwischen 600 n. Chr. und 900 n. Chr. aus.
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Vom Eingang ist es nur ein kurzes Stück zur ersten Tempelgruppe. Auf einem terrassenförmigen Unterbau befindet sich der Tempel XII, auch als Tempel des Totenschädels benannt.
Diesen Beinamen trägt er auf Grund des Reliefs am Fuß eines der Fassadenpfeiler. Die Stuckfigur stellt
vermutlich eine Gottheit der Unterwelt dar.
Ebenfalls zu dieser Tempelgruppe gehört der Tempel der Inschriften, der am sogenannten Platz der Inschriften steht.
Den Namen verdankt der Tempel den drei großen Hieroglyphen-Tafeln an den Tempelmauern und diente als königliche Grabstätte.
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Zur Gruppe des Palastes gehören dreizehn Häuser mit Gewölben und ein Turm, die um vier Höfe herum angeordnet sind.
Die Bauzeit für die Anlage dauerte ungefähr 200 Jahre. Besonders der Herrscher Pakal II. prägte den Bau und ließ die Häuser B, C und E errichten.
Das Haus C wurde ihm gewidmet. Sowohl am Haus C als auch am Haus A befinden sich Tafeln von Gefangenen zu beiden Seiten der Treppe.
Auf einem Relief im Haus E ist Pakal II. abgebildet, als er am 29. Juli 615 die Machtsymbole von seiner Mutter empfängt.
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Eine weitere Zone ist die Kreuzgruppe mit dem Templo de la Cruz und dem Templo del Sol.
Der Tempel des Kreuzes ist dem Gott G-1 der Triade geweiht und wurde unter Chan Bahlum II., dem erstgeborenen Sohn Pakals II. errichtet.
Archäologen vermuten, das sich im Unterbau vielleicht nicht nur die Gräber von Adligen befinden, sondern auch die Grabstätte von Chan Bahlum II..
Der Sonnentempel ist einer der schönsten von Palenque und steht auf einem Pyramidensockel.
Im Innern befindet sich eine Relieftafel, die dem Tempel seinen Namen gab. Gleich neben den Sonnentempel steht der Tempel XIV.
Auch hier befindet sich im Innern eine Relieftafel. Auf dem Steinrelief ist zusehen, wie Chan Bahlum II. vor seiner Mutter tanzt, deren Tod in die Zeit vor der mythischen Schöpfung fiel.
Dieses durch ein Gitter geschütztes Relief ist noch sehr gut erhalten. |
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Den Abschluss des Rundganges bildete die Grupo Norte und der Templo del Conde. Die Nordgruppe besteht aus fünf von I bis V durchnummerierten Bauten auf einer Plattform.
Erbaut wurden die Tempel zwischen 695 und 739.
Der Tempel des Grafen wurde von Pakal II. zu Beginn seiner Herrschaft um etwa 650 n Chr. errichtet und trägt den Namen nach dem Grafen Friedrich von Waldeck, der sich bei seinem Aufenthalt von 1832 bis 1834
in diesen Tempel häuslich niederließ.
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Von der Nordgruppe führt ein Weg zum unteren Eingang, wo sich das Museum befindet. Das Museo de Sitio ist ein Besuch wert. Die Die Sammlungen zeigen wundervoll gearbeitete Stücke
aus Palenque.
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| Etwa 20km von Palenque entfernt an der Mex 1999 befindet sich die Naturschönheit Cascada Misol Há. Ein Wasserfall der aus ca. 40m Höhe in einen Pool stürzt.
Obwohl es sehr glatt und rutschig ist, lohnt sich ein Blick hinter den Wasservorhang. |
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| weiter ging die Reise nach: CALAKMUL, KOHUNLICH, TULUM und COBÁ |
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| ( zurück zum Teil 1 der Rundreise: u.a. mit CHICHÉN ITZÁ, UXMAL ) |
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