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UNTERWEGS ENTLANG DES NILS UND LUXOR, SOWIE IM TAL DER KÖNIGE

Tag 10: per Auto nach Luxor
Gespannt waren wir auf unseren Reisebetreuer Ahmed, den wir über das Internet kennengelernt haben. Er wird uns die nächsten Tage betreuen. Über ihn buchten wir den Transfer von Assuan nach Luxor mit Stopps an den Tempelanlagen von Kom Ombo, Edfu und Esna. In den folgenden Tagen kamen dann noch zwei Ganztags-Ausflüge unter anderem nach Theben-West mit den zahlreichen Sehenswürdigkeiten, wie z.B. Tal der Könige oder der Hatschepsut-Tempel hinzu. Der Zweite Ausflug führte uns nach Abydos und Dendera. Auch um die Anmeldung einer Heißluftballonfahrt in Theben-West kümmerte er sich.
Pünktlich war Ahmed, der übrigens sehr gut deutsch spricht, am Hotel und holte uns ab. Kurzes kennenlernen und schon ging die Fahrt in seinem Toyota Corolla los. Seit einiger Zeit muss die Strecke von Assuan nach Luxor nicht mehr im Konvoi gefahren werden, aber es befanden sich einige Polizeikontrollposten unterwegs. Autokennzeichen, Anzahl der Insassen usw. werden notiert. Dennoch konnten wir uns frei bewegen und waren vor allem zeitungebunden. Erster Stopp war am Doppeltempel von Kom Ombo.
Der Tempel steht auf einem kleinen Hügel hoch über dem Nil, was sich auch im Namen wiederspiegelt. Das arabische Wort "kom" bedeutet kleiner Berg. Das besondere dieses Tempels ist sein ungewöhnlicher Grundriss, denn es handelt sich hier um einen doppelten Tempel, bei dem zwei Gebäude zusammengelegt wurden. Die Doppeltempel von Kom Ombo sind zwei verschiedenen Gottheiten gewidmet, dem krokodilköpfigen Sobek und Haroeris. Sobek war der Gott der Fruchtbarkeit und Schöpfer der Erde. Haroeris wurde als Kriegs- und Sonnengott verehrt.
An den Säulen und Reliefs des antiken Tempels sind noch Dekorationen und Malereien sehr gut erkennbar. Mit dem Bau wurde im 2. Jahrhundert v Chr. unter Ptolemäus VI. begonnen und erst in der römischen Kaiserzeit in 3. Jahrhundert n Chr. mit Reliefs verziert. Der Pylon, von dem aber nur noch Reste vorhanden sind wurde vom römischen Kaiser Augustus um 30 v. Chr. errichtet. Für Kom Ombo zahlten wir 30 LE Eintritt.
Impressionen
Der nächste Stopp auf der Fahrt nach Luxor war am Horus Tempel in Edfu. Das heutige Städtchen Edfu war eins die alte Hauptstadt des II. Verwaltungsbezirks (Gau) Oberägyptens und verdankt heute seinen Ruhm des besterhaltenen Tempels Ägyptens. Der Grundstein wurde 237 v. Chr. unter dem Ptolemäer Pharao Euergetes I. gelegt.
Vom Eingangspylon mit seiner Länge von 79m und einer Höhe von 36m wurden wir fast erschlagen. Dieser ist fast gänzlich mit Inschriften verziert und besitz sogar vier Flaggenmastnischen. Nach dem Pylon folgt der "Große Hof der Trankopfer", welcher auf drei Seiten mit Säulen umgeben ist. Am Ende des Hofes, fast wie eine Wache der Vorhalle posiert eine Horusfalken-Statue mit der Doppelkrone auf dem Kopf. Die Statue ist aus schwarzem Granit. Interessant waren noch die abwechslungsreich und schön verzierten Kapitelle im Säulensaal, sowie die Umfassungsmauer um den Horustempel mit den vielen Reliefs.
Der Tempel von Edfu kostet 50 LE pro Person.
Den dritten und letzten Stopp legten wir am Tempel von Esna ein. Er ist Chnum, dem widderköpfigen Gott geweiht. Zur unserer Überraschung waren wir die einzigen Besucher vor Ort. Auch die fast überall anzutreffenden Händler fehlten und die Läden im überdachten Bazarabschnitt waren geschlossen. Der Tempel aus der ptolmeäischer Zeit wurde im 2. Jahrhundert v. Chr. auf den Ruinen eines früheren Heiligtums errichtet.
Heute ist nur noch der Säulensaal mit seinen gigantischen Säulen (13m hoch) erhalten. Dieser Saal ist von den römischen Kaisern Tiberius, Claudius und Vespasian im 1. Jahrhundert n Chr. erbaut worden. Hier konnten wir sehr gut sehen, wie die Säulen und andere Reliefs farbig aussahen. Es wurde immer noch daran gearbeitet die Reliefs vom Ruß frei zulegen. Interessant war auch zu sehen, wie viel höher die heutige Stadt Esna gelegen ist. Denn wenn früher die Häuser rund um den Tempel einstürzten, wurde auf den Ruinen neue erbaut. Eintritt: 20 LE pro Person.
In Luxor angekommen nur eine kurze Rast im Hotel Emilio und dann ab zur Sound und Light Show im Karnaktempel. Zur Anfang war es nicht sehr beeindruckend, einfach zu viele Leute und so trotten wir den Tross immer hinterher. Zwar wurden die einzelnen Abschnitte farbig ausgeleuchtet und über Lautsprecher die Geschichte der Pharaonen erzählt, aber am hinteren Ende des Tross war es schwer der Geschichte zu folgen. Der zweite Teil war schon wegen der besseren Sicht deutlich interessanter, da wir hier am Heiligen See auf einer Tribüne Platz nahmen und die Show ihren Höhepunkt nahm. Aber irgendwie kam sie nicht an der Qualität der Sound und Light Show von Abu Simbel heran. Mit 100 LE pro Person zwar kein preiswertes Vergnügen aber wer die Zeit hat, sollte sich die Show auch einmal anschauen.

Tag 11: im Tal der Könige
Nach dem Frühstück holte uns Ahmed vom Hotel ab und mit der Fähre ging es dann rüber zum Westufer, von wo aus wir dann mit dem Auto weiter zum Tal der Könige fuhren. Im Visitor Center kauften wir dann die Eintrittskarten für drei Gräber (80 LE) und die Zusatztickets (25 LE) für das Grab des Ay (Eje). Das Grab des Eje liegt abseits vom der ewigen Ruhestatt der Pharaonen. Das Grab ist unvollendet geblieben, besitzt aber reich gestaltete Wandmalereien und war schon sehr beeindruckend. Auf Grund der Lage wird es kaum beachtet bzw. besucht und so musste diese Grabstätte extra für uns aufgeschlossen werden. Nach Beendigung der Besichtigung wurde das Grab wieder verschlossen.
Wieder zurück am Visitor Center informierten wir uns über die verschiedenen Gräber und mit Hilfe eines Guides und etwas Bakschisch entschieden wir uns für die folgenden drei Gräber. Die Grabstätte Nummer 1 war das etwas verfallene Grab Ramses IX.. Eine lange Treppe und ein anschließender Gang führen zu zwei Sälen. Wir waren erstaunt wie gut belüftet und auch bequem diese Grabstätte besichtigt werden kann. Zu sehen sind unter anderem Sternenbilder an den Decken und der Pharao einmal mit der Krone Oberägytens und einmal mit der Krone Unterägyptens.
Weiter ging es vorbei am Rasthaus zum Grab Ramses III., eines der größten Gräber des Tals. Wie auch Ramses IX, gehörte Ramses III. zur 20. Dynastie und war der letzte große Pharao des Neuen Reiches. Eigentlich war diese Grabstätte für seinen Vater Sethnacht vorgesehen. Beim Bau stieß man aber auf ein anderes Grab und wurde daher aufgegeben. Später baute Ramses III. hier weiter. Die Anlage liegt nur 10m unter der Talsohle und misst 125m in der Länge. Die Wandgemälde zeigen unter anderem Männer die zu Ehren der Gottheit auf einer Harfe spielen, daher ist diese Grabstätte auch als "Grab der Harfenspieler" bekannt.
Die dritte und letzte Grabstätte war das Grab Thutmosis III. Hier im letzten Grab kamen wir ganz schön ins Schwitzen. Zu einem wegen der stickigen Luft im Innern und zum anderen wegen der vielen Stufen. Um in dieses am südlichen Ende gelegene Grab zu kommen mussten wir erst zum höher gelegenen Eingang (83 Stufen) hinaufsteigen. Dann ging es wieder um die 80 Stufen hinab zur Vorkammer und weitere 22 Stufen bis zur Grabkammer. Thutmosis III. war ein Pharao der 18. Dynastie (Neues Reich). An den Wänden sind Szenen aus dem Buch des Amduat, die die Reise des Sonnengottes in die Welt des Jenseits schildern. Für die Darstellungen wurden „Strichmännchenzeichnungen" verwendet.
Kameras und Fotoapparate dürfen nicht mit in die Gräber genommen werden. Man kann diese abgeben oder auch nur einpacken.
Tal der Könige Impressionen
Im Anschluss fuhren wir zum Tempel der Hatschepsut im Tal der Göttin Hathor. Der Blick auf den Monumentalkomplex ist schon sehr beeindruckend und versetzt einen immer wieder in Erstaunen über das was hier errichtet wurde. Der Tempel bestand aus einer Reihe von breiten Terrassen die über verschiedenen Rampen bis hin zum Heiligtum anstieg.
Auf der ersten Terrasse befinden sich recht und links Säulengänge mit Wandmalereien. Der linke Säulengang zeigt Wandmalereien von der Handelsexpedition der Königin in das Land Punt (eventuell das heutige Somalia) und im rechten Säulengang wird die göttliche Geburt der Hatschepsut dargestellt. Am linken Säulengang, auch Punthalle genannt, schließt sich die Hathor-Kapelle mit farbigen Säulenreliefs und ihren sehenswerten Pfeilern mit Hathor-Kapitellen an.
Auf der oberen Terrasse ist der Festhof mit Pfeilern umgeben, welche mit Statuen der Hatschepsut darstellen. Zum Teil als Darstellung eines männlichen Königs. Im Fels geschlagen befindet sich dahinter das Heiligtum Amuns.
Die Besichtigung des Tempels war recht preiswert, der Eintritt kostete 30 LE.
Danach war Zeit für eine Mittagspause in einem kleinen Restaurant, bei einem Bekannten von Ahmed.
Nach der Stärkung ging es weiter zum Medinet Habu, einem Monumentalkomplex der einst den Tempel Ramses III., den Kleinen Tempel Thutmosis I. und die Kapellen der Amun anbetenden Gottheiten umfasste. Betreten haben wir die Anlage durch das sogenannte Hohe Tor, welches links und rechts auf der Eingangsseite mit Reliefs von Ramses III. verziert ist. Diese Reliefs hier an den Turmwänden zeigen den Pharao wie er seine Feinde am Schopf packt. Noch bevor wir vor dem 1. Pylon erreichten kamen wir am Tempel der 18. Dynastie (rechts) und den Grabkapellen (links) vorbei. Der Tempel der 18. Dynastie wurde bereits um 2000 v.Chr. erbaut, der Tempel Ramses III. stammt aus der 20. Dynastie.
Er ist einer der vollkommensten Tempel die aus der ägyptischen Baukunst hinterlassen wurden. Hinter dem mit Kriegsszenen verzierten Pylonen betraten wir den ersten Hof, dessen Ostseite von einer Galerie mit Osirispfeilern gebildet wird. Die linke Wand ist mit ähnlichen Kriegsszenen wie der Pylon versehen. Durch weitere Pylonen und einen Hof gelangten wir zum Säulensaal, wo eine Statuengruppe aus Granit unsere Aufmerksamkeit erweckte. Es handelte sich hierbei um den Pharao Ramses III. und dem Gott Thot. Der Tempel war gut erhalten, viele Reliefs und Säulen besaßen ihre ursprüngliche Farbe.
Nach einer Stunde beendeten wir unseren Rundgang und trafen uns mit Ahmed draußen in einem kleinen Lokal, wo er auf uns wartete. Langsam trafen nun auch die ersten Reisegruppen ein und der Tempelkomplex erfüllte sich mit Leben.
Auch der Habu Tempel kostete 30 LE Eintritt.
Ahmed brachte uns dann zum Ramesseum, ein Tempelkomplex den Ramses II. zwischen der Wüste und dem Dorf Kurna errichten ließ. Ramses II. regierte in der 19. Dynastie von 1290 bis 1225 v. Chr. und war einer der bedeutendsten altägyptischen Könige. Der Tempel gleicht eher einer Ruine, da die Gebäude wie z.B. die beiden Pylonen teilweise eingestürzt sind oder nur noch wenige Teile vorhanden sind. Der Grundriss des Haupttempels diente später als Vorbild für den Tempel Ramses III. in Medinet Habu.
Vom Eingang sind wir gleich in den zweiten Hof gelangt. Hier fielen uns die vier Kolossalstatuen von Ramses III. auf, welche den Pharao in der Gestalt von Osiris, dem Herrn der Unterwelt zeigen. Nicht zu übersehen sind im zweiten Hof die am Boden liegenden Trümmer von Kopf und Schulter der Ramses-Statue. Umgeben ist der Tempelkomplex von vielen Ziegelgewölben, die als Vorratsräume und Werkstätten dienten.
Bei unseren Rundgang begleitete uns ungewollt ein Guide, der die ganze Zeit versuchte uns Erklärungen geben und auf besondere Reliefs hinzuweisen. Als wir uns dann höflich und mit etwas Bakschisch bedankten ließ er dennoch nicht von uns ab. Dabei wollten wir die uns verbleibende Zeit allein nutzen um auch noch einige Bilder aufzunehmen. Erst als ein weiteres Pärchen zur Besichtigung in die Tempelanlage kam, wendete er sich von uns ab und den neuen Besuchern zu.
Eintritt 30 LE.
Zum Abschluss ging die Fahrt noch zum Tal der Königinnen. Leider war das Grab der Nefertari geschlossen und so schauten wir uns drei Gräber von Prinzen an. Das Grab des Amenherchopschef, Sohn Ramses III, das Grab des Praherumenef, ebenfalls ein Sohn Ramses III und das Grab des Chaemueset, vermutlich der jüngere Bruder von Amenherchopschef. Wir waren erstaunt dass die Gräber der Prinzen auch so prunkvoll und farblich dekoriert sind wie die der Könige. Der Eintritt betrug 35 LE.
Auf dem Rückweg noch ein Stopp an den Memnonkolosse, die einst zum Totentempel Amenophis III. gehörten. Vom Tempel ist leider nichts mehr erhalten. Bei den Memnonkolossen handelt es sich zwei riesige 20m Hohe sitzende Statuen und den thronenden Pharao darstellen. Gegen 17.00h waren wir wieder am Nilufer von Theben-West und setzten mit der Fähre nach Luxor über.

Tag 12: Fahrt nach Abydos und Dendera
Über diesen Tag berichten wir später auf der folgenden Seite. Wir wollen auf dieser angezeigten Seite nur von Luxor, Karnak und Theben-West berichten, daher geht es mit Tag 13 weiter.

Tag 13: Ballonfahrt und Tempel von Karnak
Heute hieß es früh (04.00h) aufstehen um ab in die Lüfte zu schweben. Der Startplatz der Heißluftballons war in Theben-West und so wurden wir selbstverständlich vom Veranstalter Alaska Ballons abgeholt. Nach dem der Ballon bereit war wurden zuerst die Frauen in den Korb gehoben. Zum Schluss waren wir insgesamt 20 Passagiere. Höher und höher schwebten wir davon und hatten dabei einen fantastischen Blick auf dem Tempel der Hatschepsut, das Ramesseum, dem Medinet Habu-Tempel und das Tal der Königinnen. Also alles was wir 2 Tage zuvor besichtigten, konnten wir nun aus der Luft bestaunen. Nach ca. 60 Minuten landete der Kapitän den Ballon sicher. Durch dieses Erlebnis sind wir jedenfalls sicher, jederzeit wieder mit einem Heißluftballon zu fliegen. Es war klar eines der Highlights des Urlaubs. Gegen 8.30h waren wir im Hotel zurück.
Luxor Impressionen
Noch am Vormittag brachen wir zum Karnak-Tempel auf. Die ca. 2,5km nach Karnak reisten wir in einer Kalesche (Kutsche) und handelten für die Hin-und Rückfahrt ein Preis von 100 LE aus. Für den Besuch des gewaltigen Komplexes sollte man sich schon 3-4 Stunden Zeit nehmen. Diese Zeit war auch mit dem Fahrer der Kalesche abgesprochen.
Die archäologische Stätte in Karnak umfasst drei von einander getrennte Gebiete. Einmal den Tempelbezirk des Amun, welcher mit etwa 30ha der Größte und der Älteste ist. Der Amun Re-Tempel ist die Hauptattraktion in Karnak. Die beiden deutlich kleineren Bezirke sin im Süden der Göttin Mut, Gemahlin des Amun vorbehalten und im Norden befindet sich das Gelände des Kriegsgottes Mut.
Wir beschränkten uns auf den Tempelbezirk des Amun. Den Weg vom Eingang zum ersten Pylon ziert ein Teil der Sphinxenallee. Diese führte ursprünglich vom Luxor-Tempel bis hier her und soll in Zukunft wieder aufgebaut werden. Überall wurde entlang der damaligen Route gebuddelt, sogar Häuser abgerissen um die Reste auszugraben. Dieses Projekt stößt nicht bei jedem Einwohner Luxors auf Zustimmung, so erzählte uns jedenfalls Ahmed.
Am diesen Amun-Heiligtum wurde seit der 12. Dynastie um 2100 v. Chr. durch verschiedene Pharaonen gebaut. Der Pharao Sesostris I. war der erste der ägyptischen Könige. Die Bauzeit bzw. besser geschrieben die weiteren An- und Umbauten dauerten über 2 Jahrtausende bis in die römische Kaiserzeit.
Überragend und beindruckend waren für uns der Erste Pylon, die einzige erhaltene Säule im Taharka-Pavillon, der Säulensaal von Karnak und die beiden Obelisken. Der Erste Pylon ist zwar unfertig aber mit 113m Breite und ca. 45m Höhe schon recht gewaltig und gilt als höchster Pylon Ägyptens. Die alleinstehende Säule im Taharka-Pavillon ist der Überrest des 21m hohen Pavillons des äthiopischen Königs Taharka. Hinter dem Zweiten Pylon schließt sich der Säulensaal an. Genau 134 mit Hieroglyphen und Reliefs verzierten Papyus-Säulen schmücken den Raum und sind mit einer Höhe von 23m auch nicht gerade klein. Im Anschluss an den Säulensaal erhebt sich ein 23m Hoher Obelisk von Thutmosis I. und etwas weiter ragt
der 30m Hohe Obelisk der Hatschepsut empor.
Wir könnten noch viel, viel mehr über den Karnak-Tempel schreiben.
Der Eintritt kostete 65 LE und natürlich ist dieser Tempel überfüllt von Besuchern. Aber vor allem im hinteren Teil der Anlage verirren sich nicht alle Besucher hin und wir fanden dann auch ruhiges Plätzchen für eine Rast.
Für den Nachmittag hatten wir uns mit Ahmed verabredet. Er lud uns zu sich nach Hause zum Tee ein. Die Einladung nahmen wir dankend an und sind mit der Fähre zur Westbank übergesetzt. Es war sehr nett von Ahmed uns einzuladen und so lernten wir sein zu Hause, seine Frau und Kinder kennen.
Gegen 16.30h sind wir dann aufgebrochen und mit der Fähre wieder zurück an das andere Nilufer gefahren. Viel Zeit bei Tageslicht blieb nun nicht mehr für den Luxor-Tempel. Der Amuntempel ist wohl das einzige Zeugnis der glorreichen Vergangenheit Luxors. Vor dem Ersten Pylon thronen zwei riesige 15,5m hohe sitzende Ramses II. Statuen und einer von ehemals zwei Obelisken. Es wird schnell Dunkel und so erstrahlt die aus der 18./19. Dynastie stammende Tempelanlage im Licht von zahlreichen Scheinwerfern. Wer nun denkt, dass dadurch der Besucheransturm abbricht irrt sich gewaltig.
In einigen Räumlichkeiten wie den Barkenraum sind wir trotz Wartens nicht hineingelangt. Reiseleiter mit ihren Gruppen drängten unaufhaltsam voran. Dennoch gab es auch interessantes zu sehen wie der östliche überbaute Hof mit der Abu el-Haggag-Moschee oder der Hof des Amenophis mit den Kolonnaden. Wir wollen ehrlich zugeben, irgendwie war bei uns die Luft raus. Die vielen Tempelanlagen in den zurückliegenden Tagen in Assuan, Abu Simbel, Abydos, Dendera und hier in Luxor reichten langsam. Wir benötigten endlich eine Pause von den Besichtigungen und so verließen wir den Luxor-Tempel nach etwas über 1 Stunde wieder.
Eintritt 50 LE pro Person.
Zu Abend gegessen haben wir dann im Ali Baba, einem Terrassenrestaurant gegenüber dem Luxor-Tempel. Auch schon die Abende zuvor haben wir unseren abendlichen Hunger hier in der Sh Karnak gestillt. Es gab zahlreiche Restaurants (u.a. Sindbad) die guten Speisen zu günstigen Preisen anboten und nicht zu verachten der Blick zum Tempel.
Sehenswert, aber auch mit 50 LE etwas teuer war das Muifications Museum. Eigentlich nur ein größerer Raum in dem der Mumifizierungsprozess dargestellt wird. Das Museum besuchten wir am Abend des 12. Tages im Anschluss an den Tagesausflug nach Abydos und Dendera.
Tagesausflug nach ABYDOS und Dendera, sowie zum Abschluß Makadi Bay am ROTEN MEER.
( zurück zum Anfang der Tour, nach KAIRO und den PYRAMIDEN )
( zurück nach ALEXANDRIA und ASSUAN )